Genitaloperationen

Korrektur der kleinen Schamlippen (Labienplastik, Nymphoplastik)

Die Schamlippen schließen den Scheideneingang ab, schützen die Scheide vor Fremdkörpern, Austrocknung sowie von Keimen. Sie dienen als Schutz der Scheide. Sind die äußeren Schamlippen zu lang sind oder die inneren Schamlippen länger als die äußeren, dann ist dieser Schutz nicht mehr vollständig gegeben.

So können die kleinen Labien angeboren seitenungleich oder zu groß sein. Dieses lässt sich durch eine Labienplastik korrigieren, um so symmetrische kleine Schamlippen zu bekommen, die von den äußeren Schamlippen knapp bedeckt werden. Bei dieser Verkleinerung wird vor dem Eingriff die zu entfernende Hautmenge ausgemessen und dann chirurgisch entfernt. Hierfür wird in der Regel ein Laserskalpell eingesetzt, die behandelnden Stellen werden dann mit selbstauflösenden Fäden bzw. einem Gewebekleber versorgt. Dieser Eingriff wird meistens in lokaler Anästhesie, auf Wunsch auch in Vollnarkose, durchgeführt und dauert ca. 1 – 2 Stunden.

Meist ist die Intimzone nach einer genitalästhetischen Behandlung sehr empfindlich. Diese Hypersensibilität lässt aber innerhalb weniger Tage nach. Um den Heilungsprozess zu unterstützen und etwaige Entzündungen zu vermeiden, empfiehlt sich die vorübergehende sterile Abdeckung des Intimbereichs sowie die Durchführung von Sitzbädern. Die Verkleinerung der inneren Schamlippen gibt es ab ca. 1000 EUR.

Korrekturen des Schamhügel und der großen Labien

Behandlung des Schamhügels und der großen Schamlippen durch Fettabsaugung bzw. Auffüllung.
Sowohl der Schamhügel wie auch die äußeren Schamlippen können durch Vermehrung der Haut bzw. des Fettgewebes zu groß wirken. Ein Zustand der gerade in engen Hosen und Badebekleidung nicht nur unangenehm sondern auch schmerzhaft sein kann und zu gesteigertem Schamgefühl führen kann.

Um diesen Zustand zu verbessern, reicht meistens eine Fettabsaugung aus. Das zu entfernende Gewebe wird vor der Eingriff vermessen, ultraschall-assistiert gelöst und dann mit einer Kanüle abgesaugt. Für diesen Eingriff erfolgt meist nur eine lokale Betäubung. Es treten nur wenig Schmerzen auf und es sollten im Nachhinein keine Narben sichtbar sein.

Ähnlich erfolgt die Behandlung eines zu ausgeprägten Venushügels. Die Behandlungen dauern ca. ein bis zwei Stunden und können ambulant durchgeführt werden. In einigen Fällen kann eine zusätzliche Straffung der Haut nötig werden, die entsprechenden Schnitte liegen dann im nicht sichtbaren Bereich. Die Kosten für die Verkleinerung der großen Labien bzw. des Venushügels liegen bei ca. 1300 EUR.

Korrekturen der Vagina

Auch das Gewebe der Vagina kann durch das Alter, Geburten oder auch Verletzungen, Operationen und Bestrahlungen an Elastizität verlieren oder zu weit werden. Die Vaginastraffung oder Scheidenplastik kann hier Abhilfe schaffen. Sie stellt die ursprüngliche Größe der Vagina durch eine Behandlung mit Eigenfett (Injektionen) oder eine Straffungsoperation wieder her. Das übliche Verfahren ist eine Straffung: Bei diesem chirurgischen Eingriff, der in Vollnarkose aber meist ambulant erfolgt, werden überschüssige Hautteile entfernt. Diese Verengung dauert ca. ein bis zwei Stunden, die Versorgung der Nähte erfolgt mit selbstauflösendem Nahtmaterial

Die Vagina ist nach diesem Eingriff in den ersten Wochen sehr empfindlich, daher sollte für mindestens vier Wochen auf Sport und sexuelle Kontakte verzichtet werden. Die Kosten für eine Straffung der Vagina liegen bei ca. 2.800,- EUR. Eine Vaginalverengung mit Eigenfett kostet ca. 2.500 EUR.

Penisverlängerung (Penisaugmentation)

In den USA werden mittlerweile mehr als 10.000 Penisverlängerungen jährlich vorgenommen. In Deutschland gibt es noch wenige Ärzte und Kliniken, die eine Penisverlängerung anbieten. Grund hierfür ist auch das Fehlen aussagekräftiger Studien zur Häufigkeit von Komplikationen nach eine operativen Penisverlängerung. Die Operation erfolgt in der Regel unter Vollnarkose. Es gibt auch Ärzte und Kliniken, die sie unter örtlicher Betäubung durchführen. Sie können ambulant und stationär operiert werden. Die Operation dauert durchschnittlich 1,5 Stunden.

Bei der Penisverlängerung wird das Band zwischen Schambein und Schwellkörper, das sogenannte Ligamentum suspensorium, gelöst. Manche Ärzte wenden einen Y-förmigen Schnitt an, der relativ groß ist. Diese Methode ist allerdings veraltet, weil sie größere Narben hinterlässt. Die Alternative ist ein 2 cm langer Schnitt im Bereich der Peniswurzel. Durch diesen Schnitt kann der Arzt tief in das Gewebe unterhalb des Schambeins eindringen, um den Penis nach vorn zu ziehen. Die dabei entstehende Lücke wird mit körpereigenem Fettgewebe gefüllt.

Es wird nicht am Penis selbst operiert. Die Erektion geschieht im unteren hinteren Bereich, Harnröhre und Samenstrang sind nicht betroffen. Durch den Eingriff erigiert der Penis etwas waagerechter, ohne in seiner Funktion beeinträchtigt zu sein.

Bei Penisverdickungen ist die häufigste Methode die Einspritzung von Fett aus Bauch oder Hüfte unter die Penishaut. Da das Fett jedoch in kürzester Zeit zu 70 bis 80 Prozent wieder abgebaut wird, ist der gewünschte Effekt nur vorübergehend.

Die Kosten für eine operative Penisvergrößerung/verdickung liegen zwischen ca. 4.000 EUR und 11.000 EUR, je nach Behandlungsmethode